Ich bin eine ...

Feinoptikerin bei Berliner Glas

Name:
Carina Trautner

Alter:
30 Jahre

Was wollten Sie mal werden?
Ich wollte nie etwas anderes werden als Feinoptikerin – jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern.

Was machen Sie heute in Ihrem Unternehmen?
Ich bin seit sechs Jahren Gruppenleiterin einer zehnköpfigen Mannschaft und durchschnittlich zu 50 Prozent produktiv tätig. Zu meinen Aufgaben gehört – neben dem Managen der Gruppe – die Bearbeitung von Siliciumcarbid (SiSiC ) auf Ebenheiten von teilweise unter 600 nm (1mm = 1.000.000 nm) und einer vorgegebenen Dicke, die teilweise nur um 5 µm (1mm = 1.000 µm) abweichen darf. Dies geschieht durch Läppen und Polieren mit Diamantsuspension. In anderen Bereichen der Berliner Glas KGaA Herbert Kubatz GmbH & Co. werden aber auch konventionelle Optiken aus optischem Glas hergestellt. Diese finden zum Beispiel als Linsen in Fotoapparaten für das Objektiv oder aber als Prismen in der Zahnkamera beim Zahnarzt Verwendung. Im weitesten Sinne produziert Berliner Glas alles, was mit dem Bündeln, Streuen oder Umlenken von Licht zu tun hat.

Was ist für Sie das Besondere an Ihrem Job?
Für mich ist es immer wieder etwas Besonderes, an der Produktion und erfolgreichen Fertigstellung eines Prototypen mitzuwirken. Die Herausforderung liegt hier allein schon in der Beschaffenheit des Materials. Es ist sehr hart, was die Bearbeitung mit Diamant erforderlich macht. SiSiC ist aber auch sehr spröde, wodurch besondere Sorgsamkeit im Umgang mit den sehr teuren Bauteilen gefragt ist. Hektik ist bei der Bearbeitung also kein guter Begleiter.

Welches ist das Ziel Ihrer Arbeit?
Wenn die Bauteile fertiggestellt sind, werden sie an Firmen verkauft, die beispielsweise Belichtungsmaschinen für den Halbleitermarkt herstellen, um Mikrochips mit höchster Leistungsfähigkeit zu produzieren.

Ihr letztes Erfolgserlebnis:
Für mich ist jeder Tag erfolgreich, an dem ich mit meiner Gruppe wieder genügend Bauteile in Spezifikation fertigen konnte, um Liefertermine und Kundenwünsche zu befriedigen. Ein besonderes Erfolgserlebnis war für mich, dass ich von Berliner Glas für die Feinoptiker-Meisterausbildung ausgewählt worden bin. Dieses ist für mich ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter – und die konsequente Weiterentwicklung meines persönlichen Werdegangs: Vor fast elf Jahren habe ich bei Berliner Glas meine Ausbildung zur Feinoptikerin begonnen, heute befinde ich mich in der Meisterausbildung.

Auf was freuen Sie sich, wenn Sie montagmorgens aufstehen?
Als erstes freue ich mich auf meine heiße Tasse Kaffee. Und dann darüber, in meinem Traumberuf arbeiten zu können – und das auch noch zusammen mit einem Super-Team.

Der beste Ort, um Mittag zu essen:
Für mich ist der beste Ort, um Mittag zu essen, unsere hauseigene Kantine. Dort bin ich mit Menschen umgeben, die mir am Herzen liegen. Hier ein netter Plausch, da ein kleiner Witz …

Ihr Ort, um abzuschalten:
Ich kann am besten abschalten, wenn ich mit dem Fahrrad nach Hause fahre. Erst recht, wenn mir dann noch die Sonne ins Gesicht scheint.

Welchen Einfluss hat Berlin auf Ihren Job?
Ich bin froh, dass die Berliner Glas Gruppe, die ja weltweit agiert, ihren Hauptsitz in Berlin hat. Berlin ist ein Hauptstandort für den Photonik-Bereich – und meine Heimatstadt. Daher spielet Berlin schon immer eine große Rolle für mich und natürlich auch für meinen Job. Würde ich nicht aus Berlin kommen, hätte ich trotzdem Berliner Glas als Arbeitgeber gewählt und wäre nach Berlin gezogen. Es gibt nur wenige Städte, in denen ich leben möchte – und Berlin steht definitiv ganz oben auf der Liste.
 

Drei Dinge, die man in Berlin unbedingt tun sollte:

Man sollte sich unbedingt in ein Berliner Kiez-Café setzen und die Stimmung um sich herum genießen.
Man sollte auf jeden Fall mal bei einer Filmpremiere dabei sein.
Sehr zu empfehlen ist eine Bootstour rund um den Wannsee.

Drei Dinge, die man in Berlin lieber nicht tun sollte:

Man sollte lieber nicht im Winter mit der S-Bahn fahren (müssen).
Man sollte lieber nicht im Herbst über laubbedeckte Rasenflächen oder Grünstreifen laufen. Achtung Hundehaufen!
Man sollte lieber nicht während eines Marathons mit dem Auto in die Innenstadt fahren wollen.

 
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